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Sonntag, 6. April 2008

Brustkrebs und Sport

Entdeckt in der deutschen Zeitschrift für Sportmedizin Nr. 11, 2005:

Körperliche Aktivität hilft bei Brustkrebs
"Es ist bekannt, dass körperliche Aktivität das Erkrankungsrisiko an Brutkrebs deutlich senkt, aber kann körperliche Aktivität auch die Heilungschancen verbessern? 2987 Frauen der Nurses' Health Study, bei denen in den Jahren 1984-1998 ein Brustkrebs in verschiedenen Stadien diagnostiziert wurde, wurden bis zum Jahr 2002 nachbeobachtet. Es zeigte sich bei Frauen, die mehr als 9 MET-Stunden/Woche aufwiesen eine Reduktion der Letalität [Sterblichkeit] der Erkankung um 50%. Dieser Effekt war besonders stark bei hormonabhängigen Tumoren. An Brustkrebs erkrankte Frauen sollten daher zu einer regelmäßigen körperlichen Aktivität animiert werden, die drei einstündigen Spaziergängen in einem Tempo von 4-4,5 km/h in der Woche entspricht."

Also ich denke da sofort an Nordic Walking oder Walken allgemein. Im Sommer draußen an der frischen Luft und im Winter auf Laufband, Crosstrainer oder Treadclimber.

Hypoton, isoton und hyperton, ähm was bitte?

Wie im vorherigen Beitrag erwähnt, werden beim Sport leicht hypotone bis isotone Getränke empfohlen. Damit sind die Anzahl gelöster Teilchen in einer Flüssigkeit gemeint. Ein hypotones Getränk hat weniger gelöste Teilchen als Blut(plasma), ein isotones Getränk genauso viele gelöste Teilchen wie Blut und ein hypertones Getränk hat mehr gelöste Teilchen als Blut.

Warum ist das wichtig beim Sport?

Die Anzahl gelöster Teilchen hat etwas mit der Geschwindigkeit zu tun, mit der das Getränk aufgenommen (resorbiert) werden kann. Vielleicht kann sich der Ein oder Andere an den Begriff osmotischer Druck im Chemieunterricht erinnern? Hat man zwei Flüssigkeiten (Blutplasma und Getränk) mit einer unterschiedlichen Anzahl gelöster Teilchen, dann werden diese Unterschiede dadurch ausgeglichen, dass die Flüssigkeit mit weniger gelösten Teilchen zu der Flüssigkeit mit mehr Teilchen strömt.

Jetzt stellen wir uns folgendes vor: Im Darm ist unser Sportgetränk und direkt neben dem Darm eine Blutbahn.
  • Ist das Getränk hypoton (also weniger Teilchen als im Blut), dann strömt das Getränk in die Blutbahn um diese Differen auszugleichen. Es wurde schnell aufgenommen.
  • Ist das Getränk isoton, dann besteht ein Gleichgewicht, das Getränk kann ebenfalls recht zügig aufgenommen werden.
  • Ist das Getränk hyperton (also mehr Teilchen als im Blut), dann strömt erst einmal Wasser aus der Darmumgebung (Extravasalraum) in den Darm um das Getränk zu verdünnen. Dementsprechend wird das Getränk nicht schnell aufgenommen und es eignet sich dadurch auch nicht als schneller Flüssigkeitsersatz.
Ein hypothones bis isotones Getränk wird beispielsweise durch die Mischung von 1 Teil Apfelsaft mit 2 bis 3 Teilen Mineralwasser erreicht. Ein sehr gutes Getränk, vor allem nach dem Sport!

Sportgetränke, wann brauch ich so etwas?

Sportgetränke sind sinnvoll beil Ausdauerbelastungen von mehr als 45-60 Min oder bei ähnlich langem Intervalltraining (bzw. Spielsportarten wie Fussball). Ziel ist es verlorene Flüssigkeit zu ersetzen, leicht verfügbare Energie zu liefern und den Natriumverlust auszugleichen.

Es wird empfohlen alle 15 - 20 Min etwa 150 bis 200 ml (ein kleines Glas) zu trinken. Bei Belastungen von über 1 Stunde sollte bereits in der letzten Stunde vor dem Sport etwa 250-500ml getrunken werden. Dass nach der Belastung genung getrunken werden muss, versteht sich von selbst.

Wie sollten Sportgetränke beschaffen sein?

Gute Sportgetränke versorgen den Sportler zügig mit Kohlenhydraten und Wasser. Es eignen sich leicht hypothone bis isotone Getränke mit 4 bis 8% Kohlenhydraten (Nährwertangabe auf Verpacken 4-8g Kohlenhydrate auf 100ml). Dazu sind 0,5-1g Natrium pro 100ml empfehlenswert. Ein solches Sportgetränk bleibt nicht zu lange im Magen und wird schnell vom Körper aufgenommen und verwertet.

Eine zusätzliche Zufur von Mineralstoffen oder Vitaminen ist nicht unbedingt notwendig. Auch bei Belastungen von weniger als 1 Stunde sind keine speziellen Sportgetränke nötig. Ein Glas Wasser jede viertel Stunde reicht in der Regel vollkommen aus. Um nicht zu sehr aufzustoßen, sollte nicht zu viel Kohlensäure enthalten sein. Aber diese Verträglichkeit ist individuell verschieden. Ob man beim Sport eher stilles Wasser oder mit Kohlensäure bevorzugt, dürfte jeder schnell selber bemerken.

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