Fettmesswaage
Wie funktioniert so eine Fettmesswaage?
Eine Fettmesswaage bzw. Impedanzwaage funktioniert mit Strom. Die Waage sendet einen leichten Strom durch den Körper, wenn man sich drauf stellt. Man kann sich vorstellen, der Strom fängt am rechten Fuß an, geht einmal rum und kommt am linken Fuß an. Dabei misst die Waage den Widerstand, der durch den Körper gebildet wurde. Muskeln haben einen hohen Wasseranteil, leiten damit sehr gut und haben demnach einen geringen Widerstand. Fett hingegen leitet nur schlecht und hat demnach einen hohen Widerstand. D.h. die Waage schickt bspw. rechts einen Strom los, nimmt ihn am linken Fuß wieder auf und benennt anhand des Leitungswiderstands denn Fettgehalt des Körpers.
Ist so eine Waage zuverlässig?
Naja, wie man es nimmt. Es gibt folgende Probleme:
Eine Fettmesswaage bzw. Impedanzwaage funktioniert mit Strom. Die Waage sendet einen leichten Strom durch den Körper, wenn man sich drauf stellt. Man kann sich vorstellen, der Strom fängt am rechten Fuß an, geht einmal rum und kommt am linken Fuß an. Dabei misst die Waage den Widerstand, der durch den Körper gebildet wurde. Muskeln haben einen hohen Wasseranteil, leiten damit sehr gut und haben demnach einen geringen Widerstand. Fett hingegen leitet nur schlecht und hat demnach einen hohen Widerstand. D.h. die Waage schickt bspw. rechts einen Strom los, nimmt ihn am linken Fuß wieder auf und benennt anhand des Leitungswiderstands denn Fettgehalt des Körpers.
Ist so eine Waage zuverlässig?
Naja, wie man es nimmt. Es gibt folgende Probleme:
- Eine Waage kann durch den Flüssigkeitshaushalt beeinflusst werden. Habe ich in den Stunden vorher Unmengen getrunken, so kann sich das auf das Ergebnis auswirken. Wann ich zuletzt auf Klo war ist auch nicht ganz unwesentlich. Hormone, Ernährung, schwitzen, nasse Füße etc. können sich auf das Ergebnis auswirken. Um dem entgegen zu wirken am besten immer zur gleichen Zeit (nach dem Aufstehen und Klogang/vor dem Frühstück und 1. Getränk) und mit der gleichen Waage wiegen.
- Strom sucht sich den kürzesten Weg. D.h. er nimmt nicht noch den Umweg über Oberkörper, Arme und Kopf, sondern steigt ein Bein hoch, wechselt die Körperhälfte und sinkt wieder ab. D.h. die Angaben beziehen sich bei einer Waage hauptsächlich auf den Unterkörper. Ein Fussballer mit Bauch und "männlicher Oberweite" könnte aufgrund seiner starken Beine ein etwas zu gutes Ergebnis erhalten. Es gibt solche Impedanzmesser auch für die Hände, mit dem gleichen Problem: nur Oberkörper.
- Man sollte die Werte einer Waage nicht als Absolutwerte ansehen. Die erste Waage kann 20% Fett angeben und die zweite 27%. Welche ist falsch? Vermutlich beide! Misst man aber immer mit einer Waage (gleiche Zeit, gleiche Situation), dann kann man aber langfristig einen Trend erkennen (hoffentlich abwärts), egal von welchem absoluten Prozentwert aus. Dies bedeutet aber auch, dass sich der Fettwert zweier Personen (die sich z.B. im Fitnessstudio unterhalten) nicht ohne weiters vergleichen lässt, wenn sie nicht zur bei gleichen Grundvoraussetzungen und erst recht mit der gleichen Waage gemessen wurden.
journalfit - 23. Mai, 17:48

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