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Wunder(Heil-)mittel Sport?

Dass Sport eine bedeutende Rolle bei der Prävention verschiedenster Krankheiten einnimmt, sollte kein Geheimnis mehr sein. Worauf Sport überall positiv einwirken kann, soll folgender Rundumschlag zeigen:
  • Von den jetzt fittesten unter uns sterben in den nächsten 8 Jahren rund 3mal weniger, als von den "unfitten" (Gesamtsterblichkeit ist in dieser Gruppe um den Faktor 3,15 niedriger)
  • Es sterben rund 4 mal seltener fitte Männer an Krebs
  • Der Tod wegen eines Herzinfarktes ist bei körperlich aktiven Menschen rund 2/3 weniger häufig als bei körperlich inaktiven Menschen.
  • Das Dickdarmkrebs und Enddarmkrebsrisiko ist bei körperlich aktiven Menschen um etwa 40-50% reduziert
  • Über die Verringerung des Brustkrebsrisikos bei Frauen durch Sport hatte ich schon einmal berichtet. Gleiches gilt evtl. auch für Gebärmutterkrebs
  • Körperlich aktive Männer haben ein um 10-30% verringertes Prostatakrebs-Risiko.
  • Die höhere Atemarbeit durch Sport verringert das Lungenkrebsrisiko. Hinzu kommt, dass Sportler deutlich seltener rauchen und damit ein schwerwiegender Risikofaktor für diese Erkrankung ausgeschaltet wird
  • Sport steigert den guten HDL-Cholesterin-Wert. D.h. auch Feststoffwechselstörungen können durch körperliche Aktivität positiv beeinflusst werden
  • Besonders Ausdauertraining ist geeignet einer Zerebralsklerose vorzubeugen
  • Sportliche Betätigung hat auf Dauer eine Blutdrucksenkende Wirkung
  • Durch Krafttraining kann Osteoporose entgegengewirkt werden
  • Eine starke Muskulatur kann Haltungsschäden und Bandscheibenvorfällen etc. vorbeugen
Am besten ist es also, schon mit Sport anzufangen, wenn man gesund ist. So wird das Risiko der Erkrankung an unterschiedlichsten Krankheiten gesenkt. Wer einmal erkrankt ist, kann unter Umständen und unter kompetenter Anleitung die Erkrankung besiegen oder zumindest bremsen. Dabei muss natürlich immer die derzeitige Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden.

Natürlich kann man auch von Sport keine Wunder erhalten. Zu viel Sport ist auch nicht immer gesundheitsförderlich. Außerdem gibt es viele weitere Faktoren wie Ernährung, Stress etc. die ebenfalls ein Rolle spielen.

Eine optimale Gesundheitserhaltende Wirkung entfaltet Sport bei einem täglichen Kalorienverbrauch von 200-300 Kalorien durch körperliche Aktivität bzw. bei einem wöchentlichen Kalorienverbrauch von 2000-3000 Kalorien. Aber auch ein bisschen Sport ist besser als keiner!

Grundlage für diesen Eintrag war das Buch "Sport- und Bewegungstherapie bei innneren Krankheiten" von R. Rost.

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